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Kreis Meißen stellt neue Technik für Krisenkommunikation vor

Präsentation von Technik zur Krisenkommunikation des Landkreises Meißen mit Sirene und digitalen Informationstafeln.
Das Forschungsprojekt KriKom-LK-MEI präsentierte auf Fachveranstaltungen in Dresden und Bonn neue Technik für die Krisenkommunikation, darunter eine multifunktionale Sirene und Prototypen digitaler Informationstafeln. Foto: Landratsamt Meißen
Der Landkreis Meißen hat auf Fachveranstaltungen in Dresden und Bonn neue Technik für die Kommunikation in Katastrophenfällen vorgestellt. Dazu gehören multifunktionale Sirenen, mobile Kommunikationssysteme und erstmals zwei Prototypen digitaler Informationstafeln. Das Forschungsprojekt soll die Warnung der Bevölkerung auch bei Ausfällen herkömmlicher Netze ermöglichen.

Meißen. Der Landkreis Meißen hat neue Technik für die Kommunikation in Katastrophenfällen auf Fachveranstaltungen in Dresden und Bonn vorgestellt. Im Mittelpunkt standen unter anderem multifunktionale Sirenen und digitale Informationstafeln, die auch bei Ausfällen herkömmlicher Kommunikationsnetze eingesetzt werden sollen. Das teilte das Landratsamt Meißen mit.

Auf der 25. Internationalen Fachmesse FLORIAN in Dresden präsentierte das Forschungsprojekt KriKom-LK-MEI gemeinsam mit den Unternehmen KomRe AG und HÖRMANN Warnsysteme einen Krisenkommunikationskoffer sowie eine multifunktionale Sirene. Erstmals wurden außerdem zwei unterschiedliche Prototypen digitaler Informationstafeln mit E-Ink-Technologie gezeigt. Diese sollen die Bevölkerung in Krisensituationen mit aktuellen Informationen versorgen.

Wenige Tage später stellte der Landkreis das Projekt beim Innovationsforum „Zivile Sicherheit“ 2026 in Bonn vor. An der Veranstaltung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt nahmen rund 400 Fachleute teil. Thematisiert wurden unter anderem die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft, hybride Bedrohungen und die Sicherheit kritischer Infrastrukturen.

Das vom Bund geförderte Forschungsprojekt KriKom-LK-MEI entwickelt ein Datenfunknetz für den Katastrophenschutz, das unabhängig von herkömmlichen Kommunikationsnetzen funktionieren soll. Geplant ist die Vernetzung intelligenter Sirenenstandorte, digitaler Informationstafeln und mobiler Katastrophenschutz-Anlaufstellen.

Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Einsatzkräften, Behörden und Bevölkerung auch bei schweren Schadenslagen oder Stromausfällen aufrechtzuerhalten. Die vorgestellten Systeme befinden sich im Rahmen des Forschungsprojekts in der Entwicklung und Erprobung.