Igelhilfe Radebeul nimmt keine Tiere mehr auf
Radebeul. Die Igelhilfe Radebeul ist komplett ausgelastet. „Aktuell können wir leider keine weiteren Igel aufnehmen“, teilt der Verein auf seiner Internetseite mit. Laut einem Bericht des MDR-Sachsenspiegels ist derzeit so viel zu tun, dass der Aufnahmestopp nötig wurde. Das Problem: Viele Igel sind zu leicht, um über den Winter zu kommen. Sie brauchen viel Pflege, um die kalte Jahreszeit zu überleben.
„Wir wollen nicht, aber wir müssen“, schreibt der Verein. Notfälle und gefundene Igelbabys sollen trotzdem telefonisch gemeldet werden. „Wir finden eine Lösung, denn die Igel sollen nicht darunter leiden.“ Bei Notfällen bittet die Igelhilfe, den Igelnotruf unter 0157 / 74 70 32 72 zu kontaktieren, am besten per WhatsApp oder SMS. Die Igelberatung ist unter 0151 / 20 16 66 38 von 16 bis 19 Uhr erreichbar.
Sofort melden sollte man sich laut Verein bei tagaktiven, verletzten, abgemagerten oder hustenden Igeln. Im Herbst sollten Igel Ende Oktober mindestens 650 Gramm wiegen, um in den Winterschlaf gehen zu können. Gartenbesitzer sollen die Fütterung nicht einstellen, Laub in einer Ecke liegen lassen und Garagen sowie Gartenhäuser kontrollieren, damit kein Igel eingesperrt wird. Igelnester dürfen nicht zerstört werden. Der Verein warnt zudem vor Selbstexperimenten, denn der Igel ist ein Wildtier.
Die Igelhilfe sucht außerdem Helfer für die Station, Fachkenntnisse sind nicht nötig. Für Jugendliche unter 14 Jahren ist die Arbeit dort nicht geeignet. Der Verein wurde 2016 von Cornelia Schicke gegründet und päppelt verletzte und untergewichtige Igel ehrenamtlich auf.
Infos und der Handzettel „Igel gefunden – was tun?“ auf igelhilfe-radebeul.de. Den Beitrag des MDR-Sachsenspiegels gibt es hier.