Das 39. Bergstadtfest Freiberg startet in diesem Jahr unter besonderen Bedingungen: Anhaltende Sommerhitze und die Waldbrandstufe 4 machen umfangreiche Änderungen im Programm notwendig. Die Stadt Freiberg hat deshalb einen umfassenden Hitzeschutzplan beschlossen, der sowohl Besucherinnen und Besucher als auch Händler, Personal und Mitwirkende schützen soll, teilte die Stadt mit.
Zentrale Absagen und Änderungen
Besonders einschneidend ist die Entscheidung, die Bergparade am Sonntag abzusagen. Der traditionelle Höhepunkt des Festes kann unter den aktuellen Bedingungen nicht sicher durchgeführt werden. Der Berggottesdienst im Dom St. Marien findet jedoch wie geplant um 9.30 Uhr statt – mit Beteiligung der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft sowie Delegationen aus den Partnerstädten.
Auch das Abschlussfeuerwerk am Sonntag entfällt. Aufgrund der Waldbrandstufe 4 ist das Zünden von Feuerwerk verboten. Die Stadt kündigte an, das Feuerwerk zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Weitere Absagen betreffen unter anderem:
- Welterbe‑Entdecker‑Parade am Freitag
- Kindertobetage im Schloss (Freitag & Samstag)
- Tanzshows mehrerer Vereine am Samstag und Sonntag
- Tanzprogramme im Weindorf
- Zudem verschieben sich mehrere Programmpunkte:
- HITRADIO RTL Sommerparty am Freitag startet erst um 19 Uhr
- MDR JUMP SOMMER ARENA am Samstag beginnt ebenfalls um 19 Uhr
- Silberstadt‑Königinnen treten am Sonntag bereits um 11.15 Uhr in der Nikolaikirche auf
Umfangreiche Hitzeschutzmaßnahmen
Um den Aufenthalt auf dem Festgelände sicherer zu machen, hat die Stadt zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:
- 15 Erfrischungsstellen mit Leitungswasser zum Abkühlen (nicht als Trinkwasser deklariert)
- 10 Sprühnebel‑Stationen in Vorbereitung
- Verdreifachte Anzahl an Sonnenschirmen auf dem Obermarkt
- Mehr Sitzgelegenheiten auf allen Plätzen
- Bodenbrunnen am Obermarkt laufen täglich bis 16 Uhr
- Wassersprüh‑Blumen in der Kinder‑ und Familienwelt
- Mitbringen von Plastikflaschen bis 0,5 l erlaubt
- Ein normgerechter Trinkwasserbrunnen steht in der Pfarrgasse zur Verfügung
Die Stadt erklärt, warum das Wasser der Erfrischungsstellen nicht offiziell als Trinkwasser ausgewiesen werden darf: Für offizielle Trinkwasserabgaben im öffentlichen Raum gelten strenge Vorgaben, die kurzfristig mit dem Gesundheitsamt nicht umsetzbar waren. Dennoch wird das Wasser regelmäßig gespült und die Stellen werden kontrolliert.
Laufende Lagebewertung
Das Organisationsteam – bestehend aus Stadtverwaltung, DRK, Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei – bewertet die Situation fortlaufend. Weitere kurzfristige Änderungen sind möglich. Alle aktuellen Informationen werden online veröffentlicht unter: www.bergstadtfest.de/hitze