Glaubitz baut neues Feuerwehrgerätehaus für 3,5 Millionen Euro
Am Standort „Schäferhof“ am Dorfteich hat die Gemeinde am Dienstag den symbolischen Spatenstich für ein neues Feuerwehrgerätehaus gesetzt. Auf rund 800 Quadratmetern Nutzfläche soll ein modernes Gebäude entstehen, das die ehrenamtliche Arbeit der Gemeindefeuerwehr auf Dauer tragen soll.
Kern des Projekts ist der Zusammenschluss der Ortsfeuerwehren Glaubitz und Radewitz. Beide Wehren sollen künftig an einem Standort Technik, Ausbildung und Einsatzbereitschaft bündeln. Die Gemeinde spricht von einem Meilenstein: Kräfte, Erfahrung und Fahrzeuge sollen nicht länger auf zwei Standorte verteilt bleiben.
Der Umbau soll vor allem die alltäglichen Engpässe beseitigen. Geplant sind mehr Stellflächen für Technik, Fahrzeuge und Anhänger, bessere Umkleiden, zusätzliche und modernere Sanitärräume sowie zeitgemäße Räume für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Kameradschaft. Insgesamt fünf Fahrzeuge der Gemeindefeuerwehr sollen dort unterkommen. Die Gesamtkosten beziffert die Gemeinde auf rund 3,5 Millionen Euro. Davon sollen etwa eine Million Euro über Fördermittel des Landkreises Meißen fließen. Der Rest bleibt kommunale Investition in den Brandschutz vor Ort.
Glaubitz ist im Landkreis Meißen ohnehin ein Standort des Brandschutzes: Im Industriegebiet betreibt der Kreis das Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz, das 2025 eröffnet wurde und der Ausbildung sowie der Technikpflege dient. Das Vorhaben am Schäferhof ist davon zu unterscheiden. Es gilt der Gemeindefeuerwehr und dem Zusammenlegen der Ortswehren. Bereits 2024 hatte Bürgermeister Lutz Thiemig bei einer Jahreshauptversammlung einen Umbau der früheren Schlosserei zum Gerätehaus ins Gespräch gebracht, damals mit Blick auf 2027. Mit dem Spatenstich am Schäferhof ist das Projekt nun öffentlich in die Bauphase übergegangen.
Für die Gemeinde ist der gemeinsame Standort vor allem eine Frage der Einsatzfähigkeit: moderne Bedingungen, kürzere Wege zwischen Mannschaft und Technik, eine gemeinsame Adresse für zwei Wehren. Ob der Zeitplan bis zur Inbetriebnahme hält, hängt wie bei vergleichbaren Kommunalbauten von Vergabe, Baufortschritt und Fördermittelabrechnung ab. Der Spatenstich selbst ist der sichtbare Start.