Der Chiphersteller Infineon will seine Produktionskapazität in Dresden verdoppeln. Wenn das neue Werk am 2. Juli offiziell in Betrieb geht, endet die größte Investition des Unternehmens am hiesigen Standort vorfristig. Etwa drei Monate früher als geplant sollen hier Chips auf 300-Millimeter-Wafern entstehen. Damit sind rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze verbunden.
Seit dem Spatenstich Anfang Mai 2023 vergingen gerade einmal drei Jahre bis zur Fertigstellung - ein in Deutschland seltener Vorgang. Das hohe Tempo veranlasste Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei einem Baustellenbesuch zu der scherzhaften Frage, ob Infineon nicht auch gleich den Ersatzbau für die eingestürzte Dresdner Carolabrücke errichten wolle.