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Entschlammung aus Dippelsdorfer Teich bei Moritzburg beginnt

Ruhige Wasserfläche des Dippelsdorfer Teichs mit Schilf im Vordergrund, Baumreihe am gegenüberliegenden Ufer und blauem Himmel mit Wolken
Der Dippelsdorfer Teich bei Moritzburg. Archivfoto von 2014. Foto: Cherubino, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Am Dippelsdorfer Teich bei Moritzburg laufen die Arbeiten, Transportwege entstehen schon. Wohin der Schlamm kommt, ist aber noch nicht mit allen Eigentümern geklärt.

Moritzburg. Am Dippelsdorfer Teich laufen die Arbeiten zur Entschlammung. Wie der Radebeuler Landtagsabgeordnete Sven Eppinger (CDU) Meißen News mitteilte, werden derzeit Transportwege angelegt, an vier Stellen geht es in den Teich. Insgesamt sollen 55.000 Tonnen Schlamm beräumt werden.

Bei der Infoveranstaltung am 29. Oktober im Roten Haus in Friedewald waren laut Eppinger mehr als 60 Gäste aller Altersgruppen dabei. Gekommen waren Anwohner, Natur- und Tierschützer und weitere interessierte Bürger, dazu Denis Thomas von der Agrargenossenschaft Radeburg und Henry Lindner von der Teichwirtschaft Moritzburg. Den Vortrag hielt Baudirektor Jörg Scholich vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Die Teichfläche ist von 78 Hektar im Jahr 1966 auf 38 Hektar im Jahr 2024 geschrumpft. Fragen gab es zu Verkehrssperrungen, zur Ausbringung des Schlamms und zum Natur- und Tierschutz, besonders zu Eisvogel, Teichmuscheln, Biber und Fischotter.

Der Schlamm soll auf benachbarte Felder kommen, die die Agrargenossenschaft gepachtet hat. Mit einigen Eigentümern muss das noch abschließend geklärt werden. Der Pächter ist vom SIB einbezogen.

Bis April 2027 muss rund um den Teich mit Behinderungen gerechnet werden. Moritzburgs Bürgermeisterin Katrin Sontag bittet Spaziergänger und Radfahrer um Vorsicht.

Eppinger, der sich lange für die Entschlammung eingesetzt hatte, sieht den Teich neben dem Schlossteich als einen der touristischen Höhepunkte im Moritzburger Teichgebiet. Er werde wieder zum Bade- und Erholungsgebiet. Wichtig sei ihm die Instandsetzung des Damms und der Abflussregulierung zum Lößnitzbach. Wegen des maroden Zustands habe ein Dammbruch mit unkontrolliertem Abfluss Richtung Radebeul gedroht, diese Gefahr sei nun gebannt. „Durch diese Baumaßnahme wird unsere Heimat wieder schöner und lebenswerter. Die Menschen spüren, es bewegt sich etwas zum Positiven hin.“