Döbeln: Polizist bei Identitätsfeststellung mit Messer angegriffen
In einem Mehrfamilienhaus an der Waldheimer Straße ist es am 5. März 026 gegen 16:00 Uhr zu einem Angriff auf Polizeibeamte gekommen. Einsatzkräfte suchten das Gebäude auf, weil gegen einen 44-jährigen Mann ein Haftbefehl vorlag. Im Haus kam ihnen ein Mann entgegen, der dem Gesuchten nach dem ersten Eindruck entsprach. Die Beamten sprachen ihn an, um eine Identitätsfeststellung durchzuführen.
Der Mann verweigerte jedoch nach Angaben der Polizei jede Mitwirkung und wies sich nicht aus. Stattdessen filmte er die Einsatzkräfte mit seinem Mobiltelefon. Den polizeilichen Anweisungen folgte er nicht. In der Situation eskalierte die Lage plötzlich: Der Mann trat unvermittelt einen 33-jährigen Beamten der sächsischen Bereitschaftspolizei und schlug ihm ins Gesicht. Die Einsatzkräfte brachten den Mann daraufhin zu Boden und nahmen ihn fest.
Während der Festnahme zog der Tatverdächtige zudem ein Messer. Den Polizisten gelang es, ihm die Waffe aus der Hand zu schlagen und die Situation zu kontrollieren. Der angegriffene Beamte erlitt leichte Verletzungen und wurde im Anschluss in einem Krankenhaus untersucht. Nach Polizeiangaben blieb er jedoch dienstfähig.
Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten schließlich Dokumente. Dadurch bestätigte sich, dass es sich tatsächlich um den gesuchten 44-jährigen deutschen Staatsangehörigen handelte. Um eine Ordnungshaft abzuwenden, zahlte er im Anschluss das im Haftbefehl geforderte Ordnungsgeld in Höhe von 150 Euro.
Ungeachtet der Zahlung laufen die Ermittlungen weiter. Gegen den 44-Jährigen wird nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die Polizei prüft zudem die weiteren Umstände des Messerzugs sowie mögliche zusätzliche Straftatbestände.