Bahnhofsumfeld: Großenhain plant Mobilitätsknoten am Cottbuser Bahnhof
Großenhain. Die Stadt Großenhain plant, das Umfeld des Cottbuser Bahnhofs neu zu gestalten. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung für die Sitzung des Stadtrates am 7. Oktober hervor. Ein offizielles Abstimmungsergebnis liegt bislang nicht vor.
Hintergrund ist der geplante Umbau der Bahnsteige durch die DB InfraGO AG. Die Bahnsteighöhen sollen angepasst werden, damit Reisende stufenfrei ein- und aussteigen können. Den bisherigen Übergang mit Schranke zwischen Bahnsteig 1 und 2 wird es danach nicht mehr geben können; geprüft werden laut Vorlage eine Personenunterführung oder ein Aufzug. Zudem muss Bahnsteig 2 verlängert werden. Baubeginn ist derzeit für Anfang der 2030er Jahre vorgesehen.
Im Anschluss daran will die Stadt den nördlichen Bahnhofsvorplatz neu ordnen. Ziel ist laut Vorlage ein moderner Mobilitätsknoten, der Bus, Bahn, Auto, Fahrrad und Fußwege verknüpft. Genannt werden unter anderem ein Park-and-Ride-Parkplatz am Vorplatz Nord, mehr und gesicherte Fahrradstellplätze, weniger versiegelte Flächen sowie gebündelte Infotafeln. Die Verwaltung soll dafür einen städtebaulichen Rahmenplan erarbeiten, veranschlagt sind rund zehntausend Euro.
Als erste Maßnahme soll eine abschließbare „Fahrrad-Box“ geprüft werden – auch als Angebot gegen die zuletzt gehäuften Fahrraddiebstähle. Die Kosten beziffert die Vorlage nach aktuellem Angebot auf rund achtzigtausend Euro. Die Stadt will sich um Fördermittel des Verkehrsverbundes Oberelbe bemühen, die eine Förderung von 90 Prozent vorsehen – vorausgesetzt, die Box wird im Haushalt bestätigt.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember soll Großenhain nach aktuellen Informationen zudem einen Halt der neuen S-Bahn-Linie S 6 bekommen, die die bisherige RB 31 ersetzt und stündlich ab Dresden fährt. Außerdem soll eine Platane am Bahnhof, die den Bahnbetrieb gefährden kann, voraussichtlich in der nächsten möglichen Vegetationsperiode gefällt werden.