Starkes erstes Quartal: LVB nähern sich Jahresziel von 176 Millionen Fahrgästen
Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben im ersten Quartal 2026 ein deutliches Fahrgastplus verzeichnet und damit ihren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt. Nach Unternehmensangaben nutzten mehr als 44 Millionen Menschen die Angebote, was einem Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Vor dem Hintergrund bereits hoher Fahrgastzahlen in den Jahren 2024 und 2025 rückt damit ein Jahresergebnis von bis zu 176 Millionen Fahrgästen in greifbare Nähe.
Im bundesweiten Vergleich hebt sich die Entwicklung in Leipzig deutlich ab. Während die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr deutschlandweit laut Statistischem Bundesamt zuletzt stagnierten, verzeichnen die LVB weiterhin Zuwächse und behaupten damit eine Spitzenposition. Für 2026 hatte sich das Unternehmen ursprünglich 174 Millionen Fahrgäste als Ziel gesetzt. Bereits 2025 war mit 170 Millionen Nutzern erstmals seit Jahren wieder eine entsprechende Marke erreicht worden.
Deutschlandticket und Angebotsausbau als zentrale Treiber
Als wesentliche Faktoren für das Wachstum nennt das Unternehmen insbesondere Verbesserungen im Liniennetz, verstärkte Marketing- und Vertriebsmaßnahmen sowie externe Einflüsse wie winterliche Witterung, Großveranstaltungen und steigende Energiepreise. Einen besonderen Effekt habe zudem das Deutschlandticket gezeigt. Nach einem leichten Rückgang infolge einer Preisanpassung sei die Nachfrage im März wieder gestiegen und habe über 157.000 Abonnenten erreicht. Die geringe Abwanderung führt das Unternehmen auf eine gestiegene Kundenbindung durch digitale Angebote und neue Buchungslösungen zurück.
Parallel dazu verweist die LVB auf ihr Bonusprogramm „BonusMOVE“, das rund 35.000 registrierte Nutzer zählt und auch extern ausgezeichnet wurde. Das Programm verbindet laut Jury nachhaltige Mobilität mit digitaler Kundenansprache und lokaler Wertschöpfung.
Als grundlegender Erfolgsfaktor gilt jedoch die kontinuierliche Unterstützung durch die Stadt Leipzig. Diese ermögliche es, das Linienangebot stabil zu halten und in Randzeiten auszubauen. Dadurch werde der öffentliche Nahverkehr für mehr Menschen im Alltag nutzbar und attraktiv gehalten, was sich unmittelbar in steigenden Fahrgastzahlen niederschlage.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier auf L-IZ.de.
Leipziger Zeitung // Ralf Julke // unterstützt von KI.