Der Münchner Industrieriese Siemens hat angekündigt, weltweit 6000 Arbeitsplätze abzubauen. Auch in der E-Mobility-Sparte stehen Veränderungen bevor, die Leipzig betreffen. Leipzig hat eine eigene Fertigung für Ladesäulen aufgebaut, wo in Spitzenzeiten bis zu 250 Mitarbeiter Schnelllader des Typs Sicharge D produzierten. Die Fertigung soll nun eingestellt werden.
Siemens plant eine Neuausrichtung im Bereich der Ladelösungen, was den Verlust von rund 450 Arbeitsplätzen zur Folge hat, davon 250 in Deutschland. Das Geschäft mit den Ladesäulen wird nach Corroios in Portugal verlagert. Laut Siemens sei eine Werksschließung in Leipzig jedoch nicht geplant. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden. Den betroffenen Mitarbeitern werden Umschulungen und interne Jobvermittlungen angeboten.
Bereits im letzten Jahr wurde angekündigt, dass Siemens sein Geschäft mit Ladelösungen ausgliedern möchte. Der Ausgliederungsprozess läuft weiter, und Siemens sucht nach Partnern. Der Standort in Corroios soll als Hauptfertigungsstätte für das Ladesäulengeschäft dienen. Siemens plant, sich stärker auf Schnellladeinfrastrukturen zu konzentrieren und das Geschäft regionaler aufzustellen, um Marktanforderungen besser zu bedienen.