Ein Beitrag von Tilo Gerlach
Johanna, die seit neun Monaten Mitglied des Vereins ist, hatte bereits mit zwölf Jahren Gefallen an dem Sport gefunden, YouTube-Videos geschaut und Parkour-Bücher gewälzt. Sie erinnert sich: „Einmal hatte ich das Buch richtig ambitioniert mit in die Schule gebracht. Und mein Sportlehrer hat mich nur angeguckt und gesagt: ‚Nee, das mach ich nicht.‘ Dann ist das im Sande verlaufen.“
Jahre später erfuhr sie, dass ein Freund aus ihrer Ausbildungsklasse bei Twio‑X trainiert und fand so den Weg zu ihrem ersten Parkour-Training am Ringcafé: „Ja, darauf hatte ich mich richtig gefreut. Mein Kumpel wollte eigentlich mitkommen, aber dann war er nicht da. So hab‘ ich zu den anderen einfach Hallo gesagt und mitgemacht. Zum Aufwärmen sollten wir über die Stangen balancieren. Meine erste Reaktion war ‚Nee – das schaffe ich niemals‘. Aber dann hab‘ ich das ganze Training lang versucht, auf dieser Stange hocken zu bleiben und auf dem Geländer aufzustehen. Ich hab’s dann zum Schluss auch einigermaßen hinbekommen. Am Ende wusste ich wenigstens einigermaßen, wie ich das für mich üben kann. Die ganze Woche danach hatte ich dann krass Muskelkater in den Beinen. Und bis heute hab‘ ich nach jedem Training das Gefühl, ich bin mies unsportlich. Aber es macht so Spaß!“ Dabei ist die angehende Notfallsanitäterin alles andere als unsportlich.