Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat heute das Luftfrachtzentrum von DHL in Leipzig-Schkeuditz besucht. Rund 300 Zollbeamtinnen und Beamte arbeiten dort und sorgten bei dem Besuch für einen eindrücklichen Fund: Ein Paket auf dem Weg von Kolumbien nach Kroatien habe sechs Kilogramm Kokain enthalten, bei einem deklarierten Gesamtgewicht von acht Kilogramm.
Spürhunde, Algorithmen und ein Drogenfund
Das Paket sei erstmals in Schkeuditz auf EU-Boden gewesen und habe daher dort kontrolliert werden müssen, hieß es. Klingbeil ließ sich bei dem Rundgang unter anderem die sogenannte Behundung zeigen, also den Einsatz von Spürhunden bei der Drogensuche. Bundesweit stellte der Zoll im Jahr 2025 rund 69 Tonnen Betäubungsmittel sicher, darunter mehr als 54 Tonnen Marihuana und rund 6,5 Tonnen Kokain.
Doch nicht nur die Vierbeiner sind im Einsatz: Rund 72 Prozent der Sendungen würden bereits elektronisch angekündigt, bevor die Ware in Schkeuditz lande. Über definierte Risikoparameter würden verdächtige Pakete automatisch aus dem Fördersystem ausgeleitet und zur Kontrolle markiert.