Knapp zwei Jahre nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung auf der Leipziger Eisenbahnstraße hat das Landgericht einen heute 61-jährigen Mann zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach mehr als einjähriger Verhandlung sah es die Kammer als erwiesen an, dass der Angeklagte sich des versuchten Mordes sowie des unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe schuldig gemacht hat.
Der Prozess hatte Anfang März 2025 begonnen. Grundlage war der Vorwurf, der Mann habe am frühen Morgen des 4. Juli 2024 gegen 5:15 Uhr im Bereich der Eisenbahnstraße 102–104 einem damals 36-Jährigen eine Pistole vorgehalten und den Abzug betätigt, um ihn zu töten. Nach Überzeugung des Gerichts handelte es sich um einen Angriff auf ein arg- und wehrloses Opfer, da die Situation für den Geschädigten völlig überraschend gewesen sei.