Die geplante Umwandlung der Nonnenstraße im Leipziger Stadtteil Plagwitz in eine Fahrradstraße verzögert sich. Grund ist die spätere Fertigstellung der Karlbrücke in der Industriestraße, wodurch der Start auf das zweite Halbjahr 2026 verschoben wird. Während die Initiative grundsätzlich begrüßt wird, wächst die Kritik an der konkreten Ausgestaltung.
Ausgangspunkt der Debatte ist unter anderem eine Einwohneranfrage, die auf die aktuelle Verkehrssituation hinweist. Demnach ist der Abschnitt zwischen Industriestraße und Ernst-Mey-Straße durch intensiven Fußgängerverkehr sowie Liefer- und Dienstleistungsverkehr geprägt. Einrichtungen wie ein Pflegeheim, Behörden, Geschäfte und ein Museum erhöhen den Nutzungsdruck erheblich. Gleichzeitig fehlen ausgewiesene Lieferzonen, obwohl diese für die Versorgung der ansässigen Einrichtungen notwendig sind.
Beobachtungen zufolge kommt es regelmäßig zu widerrechtlichem Parken auf Gehwegen, häufig durch Lieferfahrzeuge und Dienstleister. Dies führe zu Behinderungen insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen, Eltern mit Kinderwagen sowie Besucher des Pflegeheims. Das zuständige Amt verweist darauf, dass das Parken auf Gehwegen ordnungswidrig ist, jedoch nur begrenzt kontrolliert werden kann.