Panikrocker Udo Lindenberg lässt es in Leipzig krachen. Zur Vorstellung seiner Ausstellung «Zwischentöne» im Museum der bildenden Künste (MdbK) in Leipzig haute er am Mittwoch kräftig auf ein Schlagzeug. Doch das ist eigentlich gar kein Musikinstrument mehr, sondern ein patentierter «Ejakulator». Düsen an den Trommeln sollten später bunte Farbe auf eine große Baumwollleinwand gegenüber spritzen. Dort hatte Udo schon mit Edding das Werk «Euphorion» gemalt. Ein 20-minütiges Schlagzeug-Medley - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - sollte das Bild vollenden.
So schrill wie «Euphorion» ist die gesamte Ausstellung, die am Donnerstag eröffnet wird und bis zum 1. Dezember zu sehen sein wird. Bunte «Likörelle» - gemalt mit Spirituosen wie Minze, Blue Curacao und Eierlikör - sind ebenso zu sehen wie ein goldener Trabi mit «No Panic»-Signatur. Es ist das letzte in Zwickau gebaute Exemplar. Der Wagen habe eine Straßenzulassung und stehe sonst in der Tiefgarage des Hotels Atlantic in Hamburg, wo Lindenberg wohnt, berichtete sein Archivar Frank Bartsch.