Mit einem Flößerfest ringt Sachsens einziger Flößerverein im vogtländischen Muldenberg um Aufmerksamkeit. Nach der Verleihung des Titels als immaterielles Kulturerbe für die Flößerei in Deutschland und anderen europäischen Ländern sei die Freude im Dezember groß gewesen, sagte Bernd Kramer vom Vogtländischen Flößerverein in Muldenberg. «Aber der Aufwind blieb bisher aus. Die drängendsten Probleme und unsere Sorgen um die Zukunft sind leider geblieben.»
Mehr Aufmerksamkeit wünsche sich der Verein überregional und bei der touristischen Vermarktung. Beim alljährlichen Flößerfest sollte am Donnerstag (18. Mai) und Samstag (20. Mai) besonders das Interesse der Gäste geweckt werden. Erwartet wurden rund 4000 Besucher.
Höhepunkt sind mehrere Schauflöß-Vorführungen in historischer Handwerkskluft. Für den Eröffnungstag hatte sich auch Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) angekündigt. Neben einem Besuch auf dem Handwerkermarkt und beim Schauflößen wollte sie sich auch zur Vereinsarbeit austauschen. «Das Flößerhandwerk wird in Sachsen besonders im Vogtland als lebendige Tradition und Handwerkskunst gepflegt», erklärte Klepsch.