Wenige Wochen vor Ostern werden im Heimatmuseum in Dissen wieder bunt gemusterte und sorgsam gestaltete sorbische Ostereier gefertigt. Traditionell vier Wochen vor Ostern beginne man mit Besuchern die Eier zu gestalten, sagte eine Mitarbeiterin des Museums im Landkreis Spree-Neiße. Eine Woche nach Ostern würden die Arbeiten für dieses Jahr eingestellt. Die Zeit vor Ostern ist bei den Sorben und Wenden auch die Zeit des Eierbemalens - sie sind bekannt für ihre kunstvoll verzierten Ostereier.
Auf die Eier wird in Feinarbeit Wachs aufgetragen. Bei einer Technik wird verschieden eingefärbtes Wachs auf die Eier getupft. Bei einem zweiten Verfahren werden die Eier in Wachs getaucht. Anschließend wird das Muster freigelegt, indem an den entsprechenden Stellen das Wachs weggekratzt wird. Diese Technik beherrschen die Sorben und Wenden in der Lausitz bereits seit Jahrhunderten. An besonders filigranen Bildern arbeiten die Künstler teilweise mehr als acht Stunden.