Nach der Absage der Weihnachtsmärkte in Sachsen warten die Händler ab oder versuchen ihre verderbliche Ware anderweitig zu verkaufen. Die Mitglieder des Schaustellerverbandes Leipzig etwa warten darauf, wie es mit den Corona-Regeln weitergeht, sagte der Vereinsvorsitzende Jürgen Seiferth.
Die Lebensmittel seien noch eine Weile haltbar und würden jetzt aller Voraussicht nach eingelagert. Man wisse noch nicht sicher, wie es nach dem 12. Dezember weitergeht. Bis dahin gilt die Corona-Notfallverordnung, die die Öffnung der Weihnachtsmärkte im Freistaat unmöglich macht. Ob danach Weihnachts- oder Wintermärkte unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt sein werden, ist nicht klar.
Mike Borowsky, Vorsitzender des Dresdner Schaustellerverbandes, geht davon aus, dass sich einige Händler nun darum bemühen werden, ihre Ware anderweitig zum Verkauf anzubieten. Denkbar seien etwa Angebote auf Wochenmärkten oder Stände vor Supermärkten.
Weniger hoch ist der Druck durch Haltbarkeitsdaten bei den Glühweinhändlern. «Es wird nichts vernichtet. Stattdessen bieten wir unseren Glühwein und Punsch in Flaschen im Einzelhandel, Online und bei uns vor Ort an», sagte etwa Martin Junge, Sprecher des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth. Was die Absage der Weihnachtmärkte wirtschaftlich für den Betrieb bedeutet, lasse sich noch nicht sagen. «Wir arbeiten intensiv daran, die entsprechenden Umsatzverluste mit anderen Distributionswegen und neuen Ideen zu minimieren», sagte Junge.