In Leipzig wurde ein bisher unentdecktes Frühwerk von Wolfgang Amadeus Mozart gefunden. Es handelt sich um die zwölfminütige Komposition "Serenate ex C" aus der Sammlung von Carl Ferdinand Becker, die in der Musikbibliothek der Leipziger Städtischen Bibliotheken aufbewahrt wurde. Die Abschrift wurde während der Arbeit an der Neuausgabe des Köchel-Verzeichnisses entdeckt, das als maßgebliches Referenzwerk über das Werk Mozarts gilt und von der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg erstellt wird. Es wird vermutet, dass das Stück in den späten 1760er Jahren entstanden ist.
Erste systematische Erfassung
Die Forschungen im Rahmen des Köchel-Verzeichnisses förderten aber nicht nur diesen Einblick auf das Musikgenie zutage. Der Katalog enthält etwa auch Stücke, mit denen Mozart beauftragt wurde, um damit Opern von anderen Komponisten aufzubessern. Neben dieser Tätigkeit als Ghostwriter arbeitete außerdem als Lehrer. In der Neuauflage des Verzeichnisses wurden seine Unterrichtsmaterialien erstmals systematisch erfasst.
Die Komposition wurde am Donnerstag in der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg präsentiert. Am Samstag (21. September) wird das Stück in der Oper Leipzig vorgestellt und aufgeführt.
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