Die Leipziger Buchmesse lädt in diesem Jahr unter dem Motto «Worte bewegen Welten» zum Frühjahrstreffen der Literaturbranche. Die Messe vom 27. bis 30. März fällt in eine wirtschaftlich schwierige Zeit, insbesondere für die kleineren Verlage. 2024 wurden weniger Bücher als im Jahr davor verkauft. Der Börsenverein beziffert den Rückgang auf 1,7 Prozent. Weil die Bücher teurer wurden, legte der Umsatz um 0,8 Prozent zu. Auf der Buchmesse soll Werbung für das Lesen gemacht werden. Das wird in diesem Jahr wichtig auf der Messe:
Von Influencern bis Nobelpreisträgerinnen
Die Buchmesse will vor allem eine Bühne für die Autorinnen und Autoren sein. Mehr als 2.000 Veranstaltungen stehen beim Lesefestival «Leipzig liest» auf dem Programm. Influencer wie Gazelle und Gialu oder Malte Zierden werden ebenso in Leipzig erwartet wie die beiden Literatur-Nobelpreisträgerinnen Swetlana Alexijewitsch und Olga Tokarczuk. Bestseller-Autor Sebastian Fitzek nimmt sich besonders viel Zeit für seine Fans. Am Freitag, Samstag und Sonntag sind jeweils mehrstündige Signierstunden von ihm angekündigt.
Neue Audiowelt
«Die Entdeckung des Lesens erfolgt auch über das Hören», sagte Buchmesse-Direktorin Astrid Böhmisch. Die Messe hat erstmals eine «Audiowelt» eingerichtet. Auf einer Bühne und in drei Hörinseln können Interessierte audiovisuelle Inhalte vom Hörbuch bis zum Podcast entdecken. Die Messe reagiert mit der Audiowelt aus Sicht von Böhmisch auf eine wichtige Entwicklung in der Branche.
Gastland Norwegen
Nach Österreich sowie den Niederlanden und Flandern ist in diesem Jahr Norwegen das Ehrengastland der Leipziger Buchmesse. Die Skandinavier präsentieren fast 50 Autorinnen und Autoren in Leipzig, darunter Stars wie Karl Ove Knausgård und Maja Lunde. Es sei aber ausdrücklich das Ziel des Gastland-Auftritts, die ganze Vielfalt der norwegischen Literatur abzubilden, sagte Margit Walsø, Direktorin des Verbands «Norwegian Literature Abroad». So haben die Norweger auch viele Kinderbücher im Gepäck.