Mit Violine, Cello und Bass hat die Leipziger Band Hotel Rimini nicht die übliche Besetzung einer Indie-Pop-Band. Dennoch klingt ihre Musik durchaus modern. Jetzt haben die sechs Musiker ihr erstes Album «Allein unter Möbeln» herausgebracht - ein Mix aus Indie und Chanson.
In den Texten der Band soll nicht sofort erkennbar sein, worum es genau geht, sagte Sänger Julius Forster im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bemühe mich immer, Eindeutigkeit zu vermeiden.»
Müsse er benennen, worüber er singt, würde er sagen, das Album thematisiere Isolation, Sehnsucht und Scheitern, sagte Forster nach langem Überlegen. «Der erste Song handelt zum Beispiel von jemandem, der immer allen gefallen will und sich dabei selbst verliert. Ein anderer erzählt von einer unglücklichen Liebe oder davon, wie Menschen aneinander vorbeireden und ihre Selbstdarstellung als gelebten Idealismus tarnen.»
Fluch und Segen zugleich sei bei ihrem ersten Album gewesen, dass es ein großes Archiv gegeben hat, aus dem die Band schöpfen konnte. «Manche Texte vom neuen Album habe ich schon vor einigen Jahren geschrieben, andere sind neu», sagte Forster. Oft sei es so, dass er die Texte und das Gerüst für einen Song schreibt und diesen dann mit in die Band bringt. «Zusammen entsteht daraus dann nochmal viel mehr als das, was ich alleine leisten könnte.»