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Holzskulptur von Barlach: Neuzugang für Kunstsammlungen

Von: DieSachsen News

Mit der Holzskulptur «Schwangeres Mädchen» des Bildhauers Ernst Barlach (1870-1938) haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) einen Neuzugang. «Das war eine schnelle und spontane Aktion», sagte SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann am Dienstag in Dresden bei der Präsentation des Werkes. Man habe erst kurz vor der in London angesetzten Aktion von dem Verkauf erfahren. «Und es nicht für möglich gehalten, dass wir das Geld zusammen bekommen.» Die Holzskulptur «Schwangeres Mädchen» stammt aus dem Jahr 1924 und kam mit finanzieller Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Hermann Reemtsma Stiftung nach Dresden.

Von den 99 Holzskulpturen, die Ernst Barlach nachweislich geschaffen hat, sind 85 erhalten. Der Ankauf sei für das Albertinum ein Glücksfall. Nach Angaben der SKD verloren die Sammlungen in Dresden 1937 im Zuge der Beschlagnahmungen durch die Nationalsozialisten drei von damals insgesamt sieben vorhandenen Barlach-Werken, darunter die 1920 erworbene Skulptur «Frierendes Mädchen». Diese Lücke im Bestand habe man über Jahrzehnte hinweg nicht mehr schließen können. Nun erhalte das Albertinum eine der markantesten Holzskulpturen Barlachs zurück.

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«Es ist eine kleine Skulptur mit großer Präsenz», so Ackermann, Das Mädchen erscheine in sich gekehrt und still. Vermutlich besteht die Figur aus Lindenholz, das wird derzeit untersucht.

Barlach gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. «Die Holzskulpturen, die er in den drei Jahrzehnten zwischen 1907 und 1937 schuf, machen den Kern seines vielschichtigen Œuvres aus», teilten die SKD mit. Barlach hatte in den frühen 1890er Jahren an der Dresdner Kunstakademie studiert und war auch als Zeichner, Grafiker und Schriftsteller tätig.

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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