Die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch haben der Hitze getrotzt und können sich über eine große Resonanz freuen. Nach Angaben von Festival-Chef Tobias Niederschlag gab es nur vereinzelt Absagen von Besuchern, die Karten im Vorfeld gebucht hatten. Dafür habe man im Freiverkauf noch Dutzende Tickets absetzen können. Das Festival zu Ehren des Komponisten Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) lockte seit Donnerstag Musikliebhaber aus nah und fern an.
«Dass unser Festival in den vergangenen Tagen wie ursprünglich geplant stattfinden konnte, grenzt an ein Wunder», sagte Niederschlag und dankte Künstlern, Publikum und seinem ganzen Team. Niemand habe sich von den Rahmenbedingungen abschrecken lassen. «Das kann man gar nicht genug hervorheben». Die Auslastung habe bei mehr als 90 Prozent gelegen, die Ticket-Erlöse Rekord-Niveau erreicht.
Schostakowitsch zählt zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er hinterließ ein vielfältiges Gesamtwerk mit 15 Sinfonien, Instrumentalkonzerten, Opern, Filmmusiken, Vokalwerken und Kammermusik. Seine Werke sind fester Bestandteil im weltweiten Konzertbetrieb. Zweimal weilte er in Gohrisch, wo sich ein Gästehaus der DDR-Regierung befand. 1960 komponierte er hier sein 8. Streichquartett – ein sehr persönliches Werk, das als persönliche Abrechnung mit Stalin gilt. Seit 2010 gibt es in Kooperation mit der Staatskapelle Dresden die Schostakowitsch Tage Gohrisch.