Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden rückt mit einer Ausstellung die Veränderungen des 19. Jahrhunderts in Verbindung mit drei blutigen Konflikten ins Licht. «Krieg Macht Nation. Wie das deutsche Kaiserreich entstand» zeichnet ab Donnerstag anhand von über 500 Exponaten aus eigenem Bestand und Leihgaben nach, wie Deutschland zum Nationalstaat wurde, sagte Museumsdirektor Armin Wagner am Mittwoch. Zeugen des Deutsch-Französischen Krieges, der vor 150 Jahren begann, des Deutsch-Dänischen Krieges 1864 und des Deutschen Krieges 1866 seien in vielen Städten präsent, ihr Hintergrund aber oft vergessen, weil «durch Ereignisse der jüngeren und jüngsten Vergangenheit» überformt.
Die Schau bietet laut Wagner einen differenzierten Blick auf diese Epoche, ihre Menschen und die Dynamik der damit verbundenen Entwicklung in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft von Telegrafie über Rotes Kreuz bis zur Massenpresse. Dabei gehe es um die Frage nach Hoffnungen und Zielen, die Menschen mit der Idee der Nation verbanden und nach der Rolle von Kriegen dabei.