Das Moritzburg Festival bleibt eine angesagte Adresse für Musikerinnen und Musiker aus aller Welt. Zum Finale zog das renommierte Festival am Wochenende noch einmal alle Register. Die Moritzburg Akademie mit mehr als 40 jungen Künstlern aus 19 Ländern lud in den Dresdner Kulturpalast und stellte ihr Orchesterkonzert unter das Motto «Alles im Fluss». Der Auftritt sorgte beim Publikum für eine Welle der Begeisterung.
Musikalische Reise entlang von Flusslandschaften
Tatsächlich ging es wie beim Festival insgesamt auch zum Abschluss um eine musikalische Reise entlang von Flusslandschaften. Zum Auftakt erklang unter Leitung von Akademie-Chefdirigent Josep Caballé Domenech «Die Moldau» von Bedrich Smetana. Auch ein Arrangement aus Richard Wagners «Gesang der Rheintöchter» der Oper «Götterdämmerung» und Robert Schumanns «Rheinische Sinfonie» hatten einen Bezug zum Programmtitel. Als Zugabe folgte noch «An der schönen blauen Donau» von Johann Strauss.
Mit besonderer Spannung wurde die Dresdner Erstaufführung eines Werkes von Mozart erwartet. Von seinem Konzert für Oboe und Orchester in F-Dur war nur der erste Satz als Fragment erhalten. Oboist und Komponist Gotthard Odermatt hatte es komplettiert. Albrecht Mayer spielte das virtuose Werk und bekam gleichfalls viel Beifall. Nebenbei gab der Solooboist der Berliner Philharmoniker noch eine Liebeserklärung an Dresden ab. Er komme sehr gern in die Elbestadt und nicht nur wegen der Frauenkirche, sagte er. Es fange schon beim freundlichen Pförtner im Kulturpalast an: «So etwas kenne ich aus Berlin nicht.»