Mit der Fertigstellung der Festetage ist bei der Rekonstruktion des Dresdner Residenzschlosses ein Meilenstein erreicht. Ab Mittwoch öffnen der Propositionssaal und der Große Ballsaal für Besucher. Damit können Museumsgäste erstmals wieder alle Repräsentationsräume bei einem Rundgang besichtigen, statt beim Flanieren in Sackgassen zu enden, wie Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sagte.
Neue Dauerausstellung zeigt höfisches Leben
Die neue Dauerausstellung «Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof» macht in den nun fertiggestellten Sälen das höfische Leben anhand von über 450 Objekten erlebbar. «Ein großer Teil der Dinge, die wir jetzt in diesen beiden Räumen zeigen, sind erstmalig seit dem Zweiten Weltkrieg überhaupt wieder ausgestellt», sagte Holger Schuckelt, Oberkonservator der Rüstkammer und Kurator der Ausstellung.
Im Großen Ballsaal erwarten die Besucher höfische Festrequisiten des 16. bis 18. Jahrhunderts: Vergoldete Helme, Silberharnische, Prunkwaffen und außergewöhnlich geschmückte Pferde. Zu den Exponaten zählt ein Schlittenzeug mit über 500 Glöckchen, das der Sohn Augusts des Starken, Friedrich August II. nutzte, um in Wien um die Hand der Kaisertochter Maria Josepha anzuhalten.