Die Dresdner Musikfestspiele finden mit ihrem Wagner-Projekt auch im Ausland Resonanz. «Mit viel Vorfreude schaue ich auf die 'Walküre'-Premiere in Prag», sagte Festspielintendant Jan Vogler am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. In der tschechischen Hauptstadt beginne an diesem Samstag die Serie von konzertanten Aufführungen des Werkes auf historischen Instrumenten. «Was für ein schönes Zeichen, das ganz typisch für den Charakter und die Bedeutung dieser neuen Wagner-Pflege ist. Neue Klangbilder und moderne Sichtweisen kommen so aus dem Herzen von Wagners langjähriger Wirkungsstätte Dresden und senden spannende musikalische Botschaften in die Welt.» Weitere Stationen der Tour sind Amsterdam (16. März), Köln (24. März), Hamburg (1. Mai) und Luzern (21. August). Zudem erklingt das Werk zum Auftakt der Dresdner Musikfestspiele am 9. Mai.
Das Wagner-Projekt («The Wagner Cycles») unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano mit dem Dresdner Festspielorchester und dem Concerto Köln hatte 2023 mit dem «Rheingold» - dem ersten Teil von Wagners monumentaler Operntetralogie «Der Ring des Nibelungen» begonnen. Ziel ist es, unter Einbeziehung der Wissenschaft jedes Jahr einen Teil von Wagners «Ring» auf historischem Instrumentarium und mit Blick auf die Gesangs- und Sprachpraxis der Entstehungszeit europaweit auf die Bühne zu bringen. Vor den Konzerten finden intensive Workshop- und Probenphasen im engen Austausch von Orchester, Sängerensemble und Wissenschaftlern statt. Der Bund unterstützt das Projekt mit zwei Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Etat der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Claudia Roth (Grüne).