Beim Prozess gegen ihre mutmaßliche Vertraute ist die verurteilte NSU-Terroristin Beate Zschäpe als Zeugin geladen. Sie soll am Mittwoch und Donnerstag am Oberlandesgericht (OLG) in Dresden gegen Susann E. aussagen, laut Anklage eine enge Freundin und Unterstützerin Zschäpes.
Fünf Fragen und Antworten zum Prozess:
Was war der «Nationalsozialistischer Untergrund»?
Die Neonazi-Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) bestand aus Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübten sie jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Ihre Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin.
Mundlos und Böhnhardt verletzten zudem Dutzende Menschen bei zwei Bombenanschlägen in Köln. Die beiden töteten sich 2011 in Eisenach, um ihrer Festnahme zu entgehen. Erst dann flog der NSU auf.