Gut ein Jahr nach der Kündigung des Generalplaners herrscht auf der Baustelle des neuen Großgefängnisses in Zwickau weiter Stillstand. Zwar hat im Sommer eine neue Planungsgesellschaft ihre Arbeit aufgenommen - der Zuschlag ging an ein Büro aus Leipzig. Dessen Aktivitäten auf der Baustelle konzentrierten sich aber zunächst vor allem auf die Einarbeitung und Begutachtung der Situation vor Ort, erklärte ein Sprecher des Staatsbetriebs Immobilien- und Baumanagement auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die weiteren Kosten für die Länder Sachsen und Thüringen bleiben vorerst ebenso unklar wie der Zeitplan. Erste Aussagen dazu würden zum Jahresende erwartet, hieß es.
Das neue Gefängnis soll mehrere Justizvollzugsanstalten in Sachsen und Thüringen ersetzen und moderne Haftbedingungen schaffen. Es entsteht auf dem Gelände einer Industriebrache in Zwickau-Marienthal. Die Pläne dazu reichen mehr als 10 Jahre zurück: 2014 hatten beide Länder hierfür einen Staatsvertrag geschlossen. Doch für das Projekt gab es immer wieder Rückschläge. Ursprünglich sollten 2019 die ersten Häftlinge einziehen.