Acht Monate nach dem Fund eines toten Neugeborenen im Müll hat der Prozess gegen die Mutter begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft der 24-Jährigen vor, das Mädchen Anfang Februar in ihrer Wohnung in Freital lebend zur Welt gebracht und dann getötet zu haben. Es sei wahrscheinlich, dass sie das Neugeborene entweder lebend in eine Tüte gelegt oder erstickt habe. Sie soll die Leiche des Kindes anschließend in eine Biomülltonne gelegt haben.
Anwalt verlas Erklärung der 24-Jährigen
Die junge Frau ist wegen Totschlags angeklagt. Damit droht ihr eine Haftstrafe von mindestens fünf Jahren bis lebenslänglich. In einer Erklärung, die der Anwalt der 24-Jährigen beim Prozessauftakt am Landgericht Dresden verlas, gab die Mutter an, das Baby tot geboren zu haben. Sie habe das Kind auf der Toilette in ihrer Freitaler Wohnung zur Welt gebracht. «Ich dachte, es war tot», hieß es in der Erklärung weiter. Als das Neugeborene keine Lebenszeichen von sich gegeben habe, habe sie es in eine Decke eingewickelt und in eine Tüte gelegt.