Die Museen in Deutschland stecken im Zwiespalt zwischen Sicherung der Objekte und Zugang für die Öffentlichkeit. «Museen sind öffentliche Institutionen, wir wollen öffentliche Häuser sein, die natürlich Besucherinnen und Besucher ansprechen möchten», sagte der Präsident des Deutschen Museumsbundes, Eckart Köhne, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir sind eben kein Banksafe. Und das bringt ein gewisses Risiko mit sich.»
Bei der Sicherung der Bestände spiele bauliche Sicherheit eine große Rolle, sagte Köhne, der auch Direktor des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe ist. Dabei arbeiteten die Museumsträger jeweils zusammen mit Bauämtern, Baubehörden und zuständigen Stellen. «Da ist es schon so wie bei einem Eigenheim, dass man natürlich auch nicht alle zwei Jahre ein Update machen kann.»
Viele Sicherheitssysteme funktionieren aus Sicht des Museumsexperten. «In Dresden ist der Einbruch ja sofort bemerkt worden, ist auf Video aufgezeichnet worden. Die Sicherheitsmaßnahmen haben also schon gegriffen. Es ist nicht unbemerkt geblieben, was es auch gibt», sagte Köhne mit Blick auf den Einbruch im Grünen Gewölbe. «Wenn genug Brutalität und kriminelle Energie vorhanden sind, kommt es eben zu solchen Fällen.»