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Linke fordern Vorgehen gegen radikale Impfgegner

Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild
Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

Nach dem versuchten Brandanschlag auf das Impfzentrum in Treuen (Vogtlandkreis) haben die Linken ein entschiedenes Vorgehen gegen radikale Impfgegner gefordert. «Die Staatsregierung muss dem Treiben von Pöblern und Gefährdern entschieden entgegentreten. Sonst wird sich die gesellschaftliche Eskalationsspirale weiterdrehen», teilten Parteichefin Susanne Schaper und der Linke-Fraktionsvorsitzende Rico Gebhardt am Mittwoch mit. Wo sei man eigentlich hingekommen, dass nun eine Schutzimpfung politisch instrumentalisiert werde, hieß es. Es müsse auch in Sachsen möglich sein, sich ohne Furcht impfen zu lassen und ohne Furcht Impfungen vorzunehmen, ob an Schulen, im Impfzentrum oder anderswo.

«Wir werben für den solidarischen Akt der Schutzimpfung, aber wir akzeptieren es, wenn sich Menschen dagegen entscheiden. Was wir hingegen nicht akzeptieren, ist das Vorgehen radikaler Impfgegner, die mit Anschlägen und aggressiven Verbalattacken ein Klima der Angst schaffen wollen. Niemand wird zwangsgeimpft, nichts rechtfertigt Angriffe in Wort und Tat», hieß es weiter.

Unbekannte hatten am Dienstagabend einen Anschlag auf das Impfzentrum Treuen verübt. Sie warfen drei mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte gegen ein Rolltor der Einrichtung. Allerdings entstand kein Feuer. Zeugen wollen drei Männer in einem roten Auto gesehen haben, die zum Tatzeitpunkt in Richtung Auerbach fuhren.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH