Die Grünen wollen Opfer sexueller Gewalt in Sachsen bei der Beweissicherung unterstützen. Deshalb bringt die Landtagsfraktion am Donnerstag einen Antrag zur sogenannten vertraulichen Spurensicherung im Plenum ein. Diese Möglichkeit gebe es trotz gesetzlichen Auftrags bisher im Freistaat nicht flächendeckend, teilte die Fraktion mit. In Sachsen ist die vertrauliche Spurensicherung unter anderem an zwei Krankenhäusern in Leipzig und am Klinikum Chemnitz möglich.
Bei einer sogenannten vertraulichen Spurensicherung sichert medizinisches Personal bei den Opfern Beweise wie DNA-Spuren oder Verletzungen, ohne dass Betroffene unmittelbar eine Anzeige erstatten müssen. Die Daten werden anonym unter einem Decknamen gespeichert und ein Jahr aufbewahrt. Die Untersuchung kann noch bis vier Tage nach der Tat erfolgen.