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Festnahmen im Reichsbürgermilieu nach Razzien in Sachsen

Reichsbürger im Visier – Festnahme nach Razzien in Sachsen. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Reichsbürger im Visier – Festnahme nach Razzien in Sachsen. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die Polizei in Sachsen hat erfolgreich gegen die Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß vorgegangen. Die Ermittlungen laufen, während den Beschuldigten ein geplanter Umsturz vorgeworfen wird.

Der Polizei ist in Sachsen ein erfolgreicher Schlag gegen die Reichsbürger-Szene, insbesondere die Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß, gelungen. Am Morgen wurden elf Objekte im Erzgebirge und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge durchsucht, so die Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft.

Den acht Beschuldigten im Alter von 38 bis 63 Jahren wird vorgeworfen, Mitglied in oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu sein. Sie sollen an der Planung eines Systems von sogenannten Heimatschutzkompanien nach einem Sturz der deutschen Regierung beteiligt gewesen sein. Ein 41-Jähriger wurde in Freiberg basierend auf einem Haftbefehl des Oberlandesgerichts Dresden festgenommen.

Bei den Durchsuchungen wurden neben digitalen Datenträgern auch Messer und Funkgeräte sichergestellt. Die Auswertung der sichergestellten Materialien ist noch im Gange.

Prozesse gegen die Gruppe in drei Städten

Die Gruppe der «Reichsbürger» um Reuß wurde nach einer Anti-Terror-Razzia Ende 2022 bekannt. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, einen gewaltsamen Umsturz der Bundesregierung geplant zu haben, wobei sie bewusst den Tod von Menschen in Kauf genommen hätten. Heinrich XIII. Prinz Reuß hätte als Oberhaupt einer neuen Staatsform fungieren sollen. Gegen die Gruppierung laufen bereits Prozesse in Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Der Hauptangeklagte steht in Frankfurt vor Gericht.

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