Vor gut fünf Jahren hatte der «Fahrradgate-Skandal» um den illegalen Verkauf von sichergestellten Rädern bei der Polizei Leipzig für landesweites Aufsehen gesorgt. Das Landgericht Leipzig hat nun eine Polizistin als damalige Mitverantwortliche der Asservatenkammer wegen Bestechlichkeit und Untreue in knapp 70 Fällen verurteilt. Das Landgericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 380 Tagessätzen à 45 Euro, also insgesamt 17.100 Euro.
«Die Räder hätten nicht einfach an Dritte herausgegeben werden dürfen. Und die Zahlungen hätten an die Kasse des Freistaates gehen müssen», begründete der Vorsitzende Richter am Landgericht Leipzig, Rüdiger Harr, die Entscheidung gegen die suspendierte Polizeihauptmeisterin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.