Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat im Zusammenhang mit dem umstrittenen Verhalten eines Polizisten den Beamten in Schutz genommen. «Man darf Aktion und Reaktion nicht verwechseln», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Der Beamte sei umringt gewesen von Menschen, «die potenziell als Angreifer und Gewalttäter einzustufen sind». Bei der Auswertung des Einsatzes sei festgestellt worden, dass er sich korrekt verhalten habe, als er die Hand auf die Waffe legte, damit sie ihm nicht weggenommen werden könne.
Auch unter Verweis auf eine Nebelbombe bei dem Einsatz sprach Kretschmer von einer «furchtbaren, gewalttätigen» Situation. «Den Satz, den er gesagt hat, den bedauert er heute.» Das sei aus der Situation heraus geschehen, «das wird ihm auch kein zweites Mal passieren».Die Beamten hätten es in vielerlei Hinsicht auch mit Menschen zu tun, «die sich nicht an Recht und Ordnung halten, Demonstrations- und Meinungsfreiheit nicht als solche nutzen», sondern immer Gewalt und Angriffe. «Dem treten wir entgegen.»