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Vom Teich direkt auf den Teller: Die 25. Lausitzer Fischwochen sind gestartet

Vom Teich direkt auf den Teller: Die 25. Lausitzer Fischwochen sind gestartet
Foto: Michael Bärisch
Mit dem Abfischen in Rietschen haben die 25. Lausitzer Fischwochen begonnen. Bis zum 1. November stehen regionale Fischgerichte, Schaufischen und Veranstaltungen rund um die Teichwirtschaft auf dem Programm.

Lausitzer Fischwochen rücken die Teichwirtschaft in den Mittelpunkt

Mit dem Abfischen auf dem Erlichthof Rietschen sind die 25. Lausitzer Fischwochen offiziell gestartet. Bis zum 1. November laden Teichwirtschaften, Restaurants und Veranstalter in der Oberlausitz zu Schaufischen, Wanderungen und kulinarischen Angeboten rund um den Lausitzer Fisch ein. Auf den Speisekarten der Region stehen unter anderem Karpfen, Forelle, Zander und Schleie.

Die Teichwirtschaft prägt die Oberlausitz seit Jahrhunderten. Sie liefert nicht nur Lebensmittel aus der Region, sondern hat auch eine Kulturlandschaft geschaffen, die vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet. Gleichzeitig ist die Fischproduktion mit viel Arbeit verbunden: Teiche müssen gepflegt, Wasserstände reguliert und die Fische über Jahre aufgezogen werden.

Abfischen, Wanderungen und Angebote für Kinder

Wer das Abfischen erleben möchte, hat in den kommenden Wochen mehrere Gelegenheiten. Am 3. Oktober wird am Inselteich in Radibor das Netz eingeholt, am 10. Oktober folgt das traditionelle Abfischen am Altteich in Weißig. Weitere Termine sind unter anderem am 11. Oktober in Langburkersdorf, am 17. Oktober am Großen Ballackteich in Litschen und am 31. Oktober am Schlossteich in Petershain.

Auch Wissensangebote gehören zum Programm. Ranger führen durch Teichlandschaften und erklären, wie die Teichwirtschaft entstanden ist. Für Kinder gibt es in den Herbstferien Mitmachaktionen, etwa zum Thema heimische Fische oder bei einer Schnitzeljagd im Haus der Tausend Teiche in Wartha.

Regionaler Fisch auf den Tellern der Oberlausitz

Auch gastronomisch spielen die Fischwochen ihre Stärken aus. In mehreren Restaurants der Region kommen besondere Gerichte mit Lausitzer Fisch auf den Tisch. Im sorbischen Restaurant „Wjelbik“ in Bautzen gehören Karpfen und Forelle zu den festen Angeboten. Betreiberin Monika Lukasch setzt dabei bewusst auf regionale Produkte und kurze Wege.

„Wir bekommen hier einen sehr hochwertigen Fisch direkt aus der Region“, sagt sie. Ähnlich sieht das auch der Tourismusverband Oberlausitz, der die Fischwochen vermarktet. Ziel sei es, die Qualität und Vielfalt der heimischen Produktion sichtbar zu machen.

Vom Teich direkt in den Hofladen

Wer den Lausitzer Fisch selbst zubereiten möchte, kann ihn vielerorts direkt bei den Betrieben kaufen. Ein Beispiel ist die Fischzucht Rietschen, die in diesem Jahr mit Karsten Tusche den „Teichwirt des Jahres“ stellt. Der Betrieb bewirtschaftet 42 Teiche auf rund 260 Hektar Fläche und verkauft einen Teil der Produktion im eigenen Hofladen.

Die Lausitzer Fischwochen zeigen damit nicht nur kulinarische Vielfalt, sondern auch, wie eng Landschaft, Handwerk und regionale Wertschöpfung in der Oberlausitz verbunden sind.