"Vaterland" startet in Cannes – Daumendrücken in Görlitz/Zgorzelec
Der neue Film "Vaterland" des Oscar-prämierten polnischen Regisseurs Paweł Pawlikowski wurde für den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ausgewählt. Das Festival findet vom 12. bis 23. Mai 2026 statt, und der Film hat nun die Chance, mit der Goldenen Palme ausgezeichnet zu werden. Die Dreharbeiten zu "Vaterland" fanden unter anderem in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec statt, darunter auf dem historischen Nikolaifriedhof und dem Städtischen Friedhof.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu und der Zgorzelecer Bürgermeister Rafał Gronicz drücken Pawlikowski und seinem Team gemeinsam die Daumen. Beide trafen den Regisseur und die Filmcrew im Oktober 2025 während der Dreharbeiten in Görlitz persönlich. "Ein polnischer Regisseur erzählt ein Stück deutscher Geschichte, gedreht in unserer gemeinsamen Europastadt", betonen die beiden Bürgermeister. Genau dieses grenzüberschreitende Zusammenspiel von Geschichte, Perspektiven und Kulturen mache den Geist der Europastadt aus.
Das Drehbuch zu "Vaterland" verfasste Pawlikowski gemeinsam mit Henk Handloegten und erzählt von der komplexen Beziehung zwischen Thomas Mann und seiner Tochter Erika Mann. Die Reise führt Vater und Tochter auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland. Neben der Oscar-nominierten Schauspielerin Sandra Hüller spielen Anna Madeley, Hanns Zischler, August Diehl und Devid Striesow in den Hauptrollen. Das Filmbüro Görlitz half bei der Vorbereitung und den logistischen Fragen vor Ort, die Produktion wurde von der Mitteldeutschen Medienförderung mit 500.000 Euro unterstützt.
Eine weitere aufwendige Filmproduktion wird Görlitz zudem in diesem Jahr in ein lebendiges Filmset verwandeln, was die anhaltende Attraktivität der Stadt als Filmstandort unterstreicht.