Nikolaikirche Görlitz: Spannender Ausflug in die lokale Geschichte
Ein Bericht von Thomas Friebe
Am 11. Juni fanden gleich zwei Veranstaltungen in der Nikolaikirche statt. Zunächst stellte das polnische Autorenpaar Beata und Robert Błażejczak mehrere Bücher zu Geschichten und Geschichte beidseits der Neiße vor. Die leidenschaftlichen Hobbyhistoriker haben sich der Erforschung, Erhaltung und Verbreitung von geschichtlichem Wissen über die Oberlausitz verschrieben. Denn, so Beata Błażejczak „Geschichte kann Menschen auf beiden Seiten der Neiße verbinden“. Im Zentrum des Vortrages stand das zweisprachige (deutsch und polnisch) Buch „Miasto w ogniu. Die Stadt in Flammen. Zgorzelec / Görlitz 1717“. Es beschäftigt sich ausführlich mit den Bränden in Görlitz von 1131 bis 1817 und enthält zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen, Ausschnitte aus Stichen, Pläne und zeitgenössische Fotos. Grundlage für dieses Buch waren umfangreiche Recherchen in polnischen und deutschen Archiven und Bibliotheken. Das nächste Projekt ist schon in Planung. Es soll die Geschichte eines Ritters erzählen, der als erster bekannter Bewohner der östlichen Stadtseite von Görlitz im 12. Jahrhundert gilt.
| Führung zur mittelalterlichen Baugeschichte der Nikolaikirche mit Kai Wenzel. |
Den gelungenen Abschluss des Nachmittags bildete eine Führung mit dem Kunsthistoriker Kai Wenzel. Unter dem Titel „Die mittelalterliche Baugeschichte der Nikolaikirche. Eine Spurensuche am Gebäude“ gab Wenzel rund 30 Besucherinnen und Besuchern kompetent und unterhaltsam Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Kirche.
Bürger und Gäste von Görlitz können sich bis Oktober 2026 noch auf sieben weitere Jubiläumsveranstaltungen freuen.
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Dieser Artikel ist im Rahmen des Projekts "Bürger machen Journalismus" entstanden.
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