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Weltkriegsbombe in Königshain entschärft: Evakuierung aufgehoben

Weltkriegsbombe in Königshain entschärft: Evakuierung aufgehoben
Foto der Fliegerbombe / Polizeidirektion Görlitz
Von: Uwe Tschirner
In Königshain ist am Donnerstag eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Nach erfolgreicher Entschärfung am Morgen konnten die Evakuierten in ihre Häuser zurückkehren.

Fund bei Feldarbeiten löst Großeinsatz aus

Bei Feldarbeiten ist am Donnerstag im Laufe des Tages in Königshain ein granatenähnlicher Gegenstand entdeckt worden. Erst gegen 22 Uhr wurde der Fund der Polizei gemeldet, die nach einer ersten Prüfung den Kampfmittelbeseitigungsdienst hinzuzog.

Die Spezialisten stellten schnell fest, dass es sich um eine 100 Kilogramm schwere russische Fliegerbombe handelte. Zunächst war vorgesehen, den Sprengkörper vor Ort zu sprengen. Dafür wurde ein Sperrradius von 600 Metern festgelegt.

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Evakuierung von rund 80 Menschen

Die Einsatzkräfte räumten daraufhin etwa 40 Häuser und brachten rund 80 Einwohnerinnen und Einwohner in Sicherheit. Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner bedeutete dies eine Nacht außerhalb ihrer Wohnungen, während Polizei und Fachkräfte die Lage absicherten.

Der Einsatz verlief nach Angaben der Behörden geordnet. Ziel war es, das Risiko für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten, bis über das weitere Vorgehen entschieden war.

Bombe kann doch entschärft werden

Am Morgen folgte dann die Entwarnung: Nach einer genaueren Untersuchung entschied der Kampfmittelbeseitigungsdienst, dass die Bombe nicht gesprengt werden musste. Stattdessen konnte sie kontrolliert entschärft werden.

Gegen 9:30 Uhr war die Entschärfung erfolgreich abgeschlossen. Damit wurde auch die Evakuierung aufgehoben. Alle betroffenen Menschen konnten anschließend in ihre Häuser zurückkehren.

Der Fund zeigt erneut, dass auch Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg noch immer gefährliche Altlasten im Boden liegen können. Vor allem bei Bau- und Feldarbeiten kommt es immer wieder zu solchen Einsätzen, die schnelle Reaktionen und genaue Koordination erfordern.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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