Mandaujazz 2026: Musik verbindet beide Seiten der Mandau
Ein Festivalherbst zwischen Zittau und Varnsdorf
Mandaujazz 2026 lädt vom 25. September bis 28. November zu einem vielseitigen Festivalherbst in der Dreiländerregion ein. Insgesamt stehen 27 Konzerte mit Musikerinnen und Musikern aus 13 Ländern auf dem Programm. Gespielt wird an 20 Orten in zwölf Städten und Gemeinden – von Bühnen, Theatern und Kulturhäusern bis hin zu Kinos, Clubs, Brauereien, Kirchen, Schlössern und besonderen Industrieorten.
Die besondere Stärke des Festivals liegt darin, dass es nicht nur in den größeren Städten stattfindet, sondern auch kleinere Gemeinden auf beiden Seiten der Mandau einbezieht. So wird internationale Musik in Varnsdorf, Rumburk, Krásná Lípa, Kyjov, Doubice und Rybniště ebenso erlebbar wie in Zittau, Seifhennersdorf, Hainewalde, Großschönau, Mittelherwigsdorf und Hirschfelde.
Bekannte Namen und musikalische Entdeckungen
Die Organisatoren Martin Musílek und Steffen Tempel betonen den Charakter des Festivals als Ort für Entdeckungen. Mandaujazz sei seit seinen Anfängen ein Festival, zu dem Menschen auch mit Vertrauen kommen, weil sie wissen, dass selbst ein unbekannter Act zum Höhepunkt des Herbstes werden kann. Genau diese Mischung macht den Reiz des Programms aus.
Zu den Höhepunkten zählen in diesem Jahr unter anderem Charles Brauer und Uschi Brüning, das GANNA Ensemble, Keno Harriehausen, Dan Bárta mit dem Robert Balzar Trio, Iva Bittová mit dem Duo Jedlinský Fischer, Kafka Band, The EB Davis Quartet, Ben Poole, Rozálie sowie St. Johnny. Ergänzt wird das Line-up durch neue musikalische Projekte aus Tschechien, Polen, Deutschland und der Slowakei.
Besondere Formate an außergewöhnlichen Orten
Auch 2026 setzt Mandaujazz auf besondere Formate. Zu den Programmpunkten gehört „Mandau“, eine eigens für das Festival geschaffene Komposition des tschechischen Pianisten Marek Novotný, die beim diesjährigen Mandaujazz uraufgeführt wird. Darüber hinaus gibt es einen Jazzspaziergang zur Kirnitzschquelle, ein Dixieland-Konzert im Schloss Hainewalde, ein Jazz-Dinner in der Windmühle Seifhennersdorf sowie eine Ausstellung von Rafael Sampedro mit Bildern aus den vergangenen Festivaljahren.
Für Familien ist ebenfalls ein eigenes Konzert vorgesehen. Die Varnsdorfer Brauerei Kocour braut außerdem wieder das beliebte Festivalbier Fresh Hop. So verbindet das Festival Musik, regionale Orte und Begegnungen auf besondere Weise.
Jaroslav Rudiš als Botschafter des Festivals
Bottschafter des Mandaujazz 2026 ist der Schriftsteller, Dramatiker und Musiker Jaroslav Rudiš. Der Bandleader der Kafka Band arbeitet auf Tschechisch und Deutsch und ist in beiden Ländern eine prägende Stimme der Gegenwartsliteratur und Musikszene. Er beschreibt das Festival als etwas, das die Region ebenso verbindet wie Eisenbahn, Geschichte und Bier.