Landeskriminalamt durchsucht Wohnungen und Geschäftsräume
Durchsuchungen im Stadtgebiet von Görlitz
Die Staatsanwaltschaft Görlitz ermittelt gegen einen 47-jährigen libyschen Staatsangehörigen sowie zwei ägyptische Staatsangehörige im Alter von 30 und 65 Jahren wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Am Mittwoch durchsuchte das Landeskriminalamt Sachsen im Stadtgebiet von Görlitz vier Wohnungen und zwei Geschäftsräume.
Nach Angaben der Ermittler sollen die Beschuldigten gemeinsam über eine Import- und Exportfirma wiederholt Waren zum Kauf angeboten haben, ohne die Lieferungen tatsächlich erfüllen zu wollen. Mehrere Geschädigte leisteten im Vertrauen auf die Angebote Anzahlungen, erhielten jedoch weder die bestellte Ware noch ihr Geld zurück.
Vorwurf von Bedrohungen gegen Geschädigte
Dem 47-jährigen Libyer wird darüber hinaus vorgeworfen, mehrere Geschädigte bedroht zu haben, als diese auf die Auslieferung der Waren bestanden. Die Ermittlungen stützen sich den Angaben zufolge auf den Verdacht, dass die Beteiligten planmäßig und auf Wiederholung angelegt vorgegangen sein sollen.
Im Rahmen des Verfahrens beantragte die Staatsanwaltschaft Görlitz Haftbefehle gegen den 47-Jährigen und den 30-jährigen ägyptischen Staatsangehörigen beim zuständigen Amtsgericht. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft an. Beide Männer befinden sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.
Ermittlungen dauern an
Die strafrechtlichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Einzelheiten zu möglichen Hintergründen, zur Zahl der Geschädigten oder zu den vermuteten Schadenssummen wurden bislang nicht bekanntgegeben.