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Epitaphien und Zittauer Persönlichkeiten im Franziskanerkloster

Epitaphien und Zittauer Persönlichkeiten im Franziskanerkloster
Foto: Andreas Noack Kaufmann, Künstler unbekannt, Fotograf: Jürgen Matschie
Im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster führt Ilona Taffend am 3. Oktober auf eine Spurensuche zu Zittauer Persönlichkeiten. Im Mittelpunkt stehen Epitaphien, historische Zeugnisse und die Geschichte des Kaufmanns Andreas Noack.

Spurensuche zwischen Epitaphien und Stadtgeschichte

Am Samstag, den 3. Oktober 2026, lädt das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster um 15 Uhr zu einer besonderen Führung ein. Unter dem Titel „Was uns Epitaphien erzählen! Auf Spurensuche nach Zittauer Persönlichkeiten“ begleitet Ilona Taffend interessierte Besucher durch die Geschichte der Stadt und ihrer prägenden Bewohner.

Im Mittelpunkt stehen die Epitaphien in der Klosterkirche, die von Rektoren und Senatoren, von Kaufleuten und Handwerkern berichten. Sie sind nicht nur kunsthistorische Zeugnisse, sondern auch wertvolle Quellen für das Leben und Wirken einflussreicher Zittauer Persönlichkeiten.

Andreas Noack als Beispiel für bürgerlichen Einfluss

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist der Senator und Kaufmann Andreas Noack (1648–1701). Von ihm zeugen nicht nur ein großformatiges Ölgemälde und eine Renovierungstafel in der Klosterkirche, sondern auch die imposante Schnellwaage von 1693, die sich ebenfalls im Franziskanerkloster befindet. Der mehr als zwei Meter lange Waagbalken ist mit Ornamenten und der Jahreszahl 1693 verziert. Die Waageflächen hängen an drei Meter langen Ketten und haben eine Seitenlänge von 1,16 Metern.

Das präzise arbeitende Instrument konnte sowohl kleinste Mengen als auch mehrere Zentner exakt messen. Viele Reisende ließen sich die Waage zeigen und waren von ihrer Funktion beeindruckt. Auch architektonisch hinterließ Noack Spuren in der Stadt: 1689 ließ er das Noacksche Haus am Markt errichten, das bis heute zu den prachtvollsten frühbarocken Patrizierhäusern Zittaus zählt. Bereits 1696 hatte er sich zudem eine eigene Betstube an die Franziskanerklosterkirche anbauen lassen.

Einblicke in Zittaus kulturelles Erbe

Die Führung verbindet historische Persönlichkeiten, Kunstwerke und Alltagsgeschichte zu einem anschaulichen Blick auf das kulturelle Erbe der Stadt. Wer sich für Stadtgeschichte und bedeutende Zeugnisse vergangener Jahrhunderte interessiert, erhält im Franziskanerkloster einen lebendigen Zugang zu Zittaus Vergangenheit.

Die Veranstaltung findet im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster statt. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, beziehungsweise 2 Euro.