Sachsens Apothekerinnen und Apotheker sind gegen die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf die Straße gegangen. «Wir werden nicht nachlassen, unsere drei wichtigsten Forderungen immer wieder vorzutragen, bis diese in einer zukunftsfähigen Apothekenreform umgesetzt sind», sagte Thomas Dittrich, Vorsitzender des sächsischen Apothekerverbandes. Dabei handelt es sich um eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, keine Öffnung von Apotheken ohne Anwesenheit einer Apothekerin oder eines Apothekers und Entbürokratisierung.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sagte bei der Demonstration am Postplatz, sie habe Verständnis für den Unmut. «Wir machen uns gemeinsam Sorgen, dass die Arzneimittelversorgung gefährdet wird.» Die Beschäftigten in Apotheken leisteten eine gute und qualifizierte Arbeit und seien für viele Menschen Ansprechpartner in ganz vielen Fragen. Gerade in ländlichen Regionen müsse die Apotheke vor Ort daher erhalten bleiben.