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Eltern in Sachsen kaufen noch nicht übermäßig Fiebersäfte für ihre Kinder ein

Eine Mitarbeiterin sucht rezeptpflichtige Medikamente aus einem Apothekenschrank einer Apotheke. / Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild
Eine Mitarbeiterin sucht rezeptpflichtige Medikamente aus einem Apothekenschrank einer Apotheke. / Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild

Eltern in Sachsen haben bisher noch keine vermehrte Nachfrage nach Fiebersäften für Kinder gezeigt, trotz erhöhter Erkältungskrankheiten.

Nach den Engpässen bei Fiebersäften für Kinder im vergangenen Winter kaufen die Eltern in Sachsen diese in diesem Jahr bislang noch nicht übermäßig ein. Es gebe zwar eine erhöhte Nachfrage nach den Medikamenten, sagte Sebastian Michael, Apotheker aus Waldheim und Vorstandsmitglied des Sächsischen Apothekerverbandes in Leipzig, der Deutschen Presse-Agentur. Das liege aber an dem Anstieg der Erkältungskrankheiten zum Herbstbeginn. Bislang beobachte er keinen Engpass an Fiebersäften in Sachsen. Er appellierte dennoch an die Eltern, sich nicht übermäßig zu bevorraten, um die Liefersituation nicht unnötig zu erschweren.

Bei Antibiotika für Kinder und Erwachsene hingegen sieht Michael seit Wochen und teils Monaten Lieferengpässe, etwa bei Präparaten mit dem Wirkstoff Amoxicillin. Die Apotheken versorgten die Patientinnen und Patienten mit Alternativen, erklärte er.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte nach einem Treffen mit Apothekern, Ärzten und Pharmaherstellern in der vergangenen Woche von einer deutlichen Steigerung der Produktion etwa von Schmerzmitteln, Fiebersäften und Antibiotika im Vergleich zum Winter 2022 gesprochen. Wenn nun keine große Infektwelle komme, werde man die Situation bewältigen können. Zugleich hatte Lauterbach an Eltern appelliert, von Hamsterkäufen abzusehen.

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