Sachsens Sozialministerin Petra Köpping spricht sich dafür aus, die Corona-Pandemie auch auf Bundesebene mit einer Enquete-Kommission aufzuarbeiten. Die Verletzungen seien auf allen Seiten ziemlich groß gewesen, deswegen sei sie eine Verfechterin einer Aufarbeitung, sagte die SPD-Politikerin. Es gehe um Versöhnung.
Verbesserungsvorschläge für zukünftige Krisen
«Viele Entscheidungen, die wir getroffen haben, waren durch das Infektionsschutzgesetz des Bundes vorgegeben. Darunter die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal. Es geht darum, in öffentlichen Sitzungen mit Experten zu sprechen und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft zu machen. Es ist auch wichtig, das Thema in die Zeit zu stellen – was war der damalige Wissensstand?», sagte Köpping.
In Sachsen hat der Landtag im vorigen Herbst bereits die Einrichtung einer Enquete-Kommission beschlossen. Die Ampel-Koalition im Bund hatte sich nicht auf eine Form der Corona-Aufarbeitung einigen können. In Sachsen gibt es zusätzlich noch einen Untersuchungsausschuss, für den AfD und BSW gestimmt hatten.