Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) legt angesichts von Ärztemangel in Sachsen den Finger in die Wunde. «Wenn in Sachsen mehr als 400 Hausarztstellen unbesetzt sind, dann ist das eine katastrophale Situation. Wir haben das zweitteuerste Gesundheitssystem der Welt, aber es fehlen immer mehr Ärzte», sagte Parteichefin Sahra Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur. Sie hatte Zahlen im Bundestag erfragt.
Demnach waren Ende 2023 in Sachsen 474 Stellen niedergelassener Ärzte unbesetzt, darunter 419 bei Hausärzten - 174 mehr als 2018. Auch Fachärzte fehlen zunehmend. Wagenknecht: «Die Krankenkassen werden immer teurer, aber die Grundversorgung wird immer mieser. Gerade auf dem Land und für Ältere ist das eine dramatische Entwicklung.» SPD-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach werde als gescheiterter Mangel-Minister in die Geschichtsbücher eingehen.