Der Sächsische Apothekerverband will bestimmte Lockerungen zur Versorgung in Pandemiezeiten behalten. Dazu gehörten bürokratische Erleichterungen, sagte Vorstandsmitglied Sebastian Michael vor dem Sächsischen Apothekertag (21./22. April). Maßgebend sollte dabei auch sein, dass eine Apotheke wirtschaftlich betrieben werden könne. «Wir haben gemerkt, was, wenn die Not es erfordert, an Regeln gelockert werden kann, um uns ein freieres und trotzdem verantwortungsbewusstes Arbeiten zu ermöglichen.»
Die Pharmazeuten hätten gezeigt, dass sie diesen Zustand nicht missbraucht hätten, um Medizin überteuert abzugeben, wie immer befürchtet worden sei.
Weniger Bürokratie ist aus Sicht von Michael auch ein Baustein, um die momentan noch flächendeckende Versorgung in Sachsen weiter aufrecht zu erhalten. Es gebe einen langsamen Rückgang bei der Zahl der Betriebe - in Ostdeutschland sei die Lage aber noch nicht so dramatisch wie im Westen. «Aber der Trend ist eindeutig.»
Aktuell gibt es rund 920 Apotheken in Sachsen, im vergangenen Jahr habe es 18 Schließungen gegeben. Die flächendeckende Versorgung sei derzeit gesichert, aber in der Region Bautzen/Görlitz werde es schon dünner.