Die Zahl der wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelten Kinder und Jugendlichen nimmt in Sachsen wieder zu. 984 Mädchen und Jungen im Alter unter 20 Jahren wurden im Vorjahr wegen eines Alkoholrausches in Kliniken gebracht. Das teilte das Statistische Landesamt nach einer Auswertung der Krankenhäuser auf Anfrage mit.
Nach einem Rückgang in den beiden Jahren zuvor bedeutet das erstmals wieder eine Steigerung. 2021 waren 916 Kinder und Jugendliche wegen Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern behandelt worden. Vor Corona waren es aber noch 1266 gewesen.
«Auch wenn die Zahl der betroffenen Jugendlichen weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau liegt, sollte der aktuelle Anstieg für uns alle ein Warnsignal sein», sagte Christine Enenkel, Landeschefin der Krankenkasse DAK Gesundheit in Sachsen.
Um wieder an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen, müssten die Anstrengungen zur Vorbeugung konsequent fortsetzt werden. «Deshalb geht unsere erfolgreiche Kampagne «bunt statt blau» auch im kommenden Jahr weiter», betonte Enenkel.