Auch in Dresden sind Tausende Menschen gegen die AfD auf die Straße gegangen. Bei einer Kundgebung der Bewegung «Zeit zum Handeln» füllte sich der Theaterplatz rasch. Organisator Matthias Lüth ging von einer hohen vierstelligen Zahl an Teilnehmern aus. Zum Teil mischte sich das Publikum mit Besuchern, die zum Tag der offenen Tür in der Semperoper gekommen waren. Ein dpa-Reporter vor Ort schätzte die Teilnehmerzahlen auf 3000 bis 4000. Die Polizei machte dazu keine Angaben. Es sei wichtig, den Menschen gerade jetzt ein Angebot zu machen, sagte Lüth der Deutschen Presse-Agentur. Die AfD spreche von Remigration. «Wir haben einfach Angst, dass Menschen, die ohnehin schon benachteiligt sind, noch mehr benachteiligt werden, dass sie kein gutes Leben in Sachsen-Anhalt und dann vielleicht auch nicht in der ganzen Bundesrepublik oder in Europa führen können.» Wenn die AfD regiere, sei kein Verlass auf den Staat mehr. Nach Ansicht von Lüth müssen die anderen Parteien jetzt ein Angebot zum Mitmachen schaffen. «Wir haben nicht nur Menschen im Bundestag oder im Landtag, die Politik machen. Alle Menschen, die hier auf dem Platz sind, machen Politik jeden Tag. Und das müssen wir einfach zusammenführen.» Die Parteien müssten sich öffnen, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. «Zeit zum Handeln fängt jetzt an.» Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenÄngste vor Auswirkungen des AfD-Wahlsieges in Sachsen-Anhalt
Parteien sollen Angebot zum Mitmachen schaffen